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Das Tauchen in der Mitte des Pazifiks bietet interessante Tauchgänge mit der guten Möglichkeit viel Großfisch zu sehen. Polynesien bietet als Teil der Südsee Tauchplätze mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, sowohl für Tauchanfänger als auch für die erfahrenen Taucher. Man muss aber darauf hinweisen, dass nicht alle Tauchplätze für Anfänger geeignet sind!

Regelmäßig zu sehen gibt es graue Riffhaie, Zitronenhaie, Silberspitzen-, Weißspitzen- und Schwarzspitzenhaie, aber auch Rochen, Schildkröten, Mantas, Barrakudas und Napoleons trifft man immer wieder in den fischreichen Gewässern von Polynesien an.

Aber nicht alle Tauchplätze sind gleich spektakulär. Um für sich das beste Tauchen in Polynesien zu finden, muss man die verschiedenen Regionen und Archipele unterscheiden. Zu den besten Tauchplätzen gehören die Atolle im Tuamotu-Archipel. Aber auch Inseln wie Moorea oder Bora Bora, die zum Archipel der Gesellschaftsinseln gehören, haben ihren Reiz. Die polynesischen Gewässer zählen zu den saubersten der Welt. Sichtweiten über 50 m sind keine Seltenheit.
Brevet, Logbuch, INT Adapter und Tauchtauglichkeitsbescheinigung sollten mitgebracht werden. Die meisten Tauchbasen stehen unter französischer Leitung. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 25°C und 29°C. In der Regel reicht ein 3 oder 5mm Nasstauchanzug.

In Französisch Polynesien gilt eine maximale Tauchtiefe von 29 Metern für Taucher mit CMAS 1 Stern, sowie PADI Open Water und Advanced Open Water Taucher. Ab PADI Rescue Diver und CMAS 2 Stern Zertifikat dürfen Taucher bis maximal 49 Meter Tiefe tauchen gehen. Höhere Ausbildungsstufen erlauben eine Tauchtiefe bis 60m.
Gesellschaftsinseln
Die 13 Inseln des Gesellschaft Archipels sind vulkanischen Ursprungs. Tahiti, Moorea und Bora Bora sind wohl die bekanntesten Inseln Polynesiens. Die Tauchplätze hier sind fast alle für Anfänger geeignet und liegen am Außenriff. Strömung ist hier eher selten und die Sichtweiten meist gut.

Moorea ist unserer Meinung nach der ideale Ausgangspunkt für eine Reise nach Polynesien.
Hier kann man Schwarzspitzenhaie und Grauhaie am Außenriff beobachten. Am Tauchplatz „Tiki“ gibt es eine Putzerstation für Grauhaie, hier kann man beobachten, wie sich die eleganten Jäger von lästigen Parasiten befreien lassen.

In der Zeit von Juli bis Oktober hat man die Chance Buckelwale vor Moorea beim Schnorcheln zu beobachten. Hierbei kommt es auch häufig zu Begegnungen mit Pilotwalen und Weißspitzen-Hochseehaien.
© copyright by Peter Löseke
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Tuamotu Archipel
Die 76 flachen, ringförmigen Korallenatolle des Tuamotu Archipel, mit den bekanntesten Tauchplätzen Polynesiens, Rangiroa und Fakarava, bieten das Beste und spektakulärste Tauchen in Polynesien.

Getaucht wird hauptsächlich an den Steilwänden des Außenriffs oder in den strömungsreichen Passagen, den Verbindungen zwischen Meer und Lagunen. Um in den vollen Genuss dieser Tauchgänge zu gelangen, sollte man Erfahrung mit Strömungstauchen haben und auch schon einmal mit Haien getaucht sein. Bei den Tauchgängen am Außenriff herrscht meist keine oder nur sehr schwache Strömung und sind meist mit schönen Hartkorallen bewachsen. Diese Plätze sind auch für Anfänger geeignet.

Der Tiputa Pass hat unter Tauchern wegen seiner reißenden Strömung Kultstatus! Je nach Jahreszeit trifft man hier neben den vielen Grauhaien auch Schildkröten und riesige Fischschwärme, die sich hier ganzjährig aufhalten. Von Dezember bis Februar ist die Zeit der großen Hammerhaie, die Jagd auf die vielen Adlerrochen, die sich um diese Jahreszeit im Kanal paaren, machen. Das ganze Jahr über kann man einzelne Mantas beobachten. Von Juni bis in den Februar hinein hat man die Chance, größere Gruppen von Tieren anzutreffen. Delfine trifft man mit etwas Glück das ganze Jahr über. Sind die Tiere zum Spielen aufgelegt, kommt es vor, dass sie die Taucher während des Tauchganges begleiten.

Fakarava hat 2 Kanäle. Der größte Pass Polynesiens ist der Garuae Pass und liegt im Norden von Fakarava. Im Süden des Atolls, bei Tetamanu, liegt der wesentlich kleinere Pass Tumakohua. Die Tauchplätze in Fakarava sind etwas bunter und schöner bewachsen als in Rangiroa. Sonst aber genau so spektakulär.

Der ca. 800 m breite Garua Pass ist der größte in Französisch Polynesien. Hier gibt es neben den vielen Haien auch Unmengen an Fischschwärmen. Ein einzigartiges, unvergessliches Taucherlebnis inmitten einer zahlreichen Tierwelt, die sich hier bis in alle Einzelheiten beobachten lässt. Es herrschen häufig starke Strömungen. Dieser Tauchplatz ist für Anfänger nicht geeignet. Die Tauchplätze am Außenriff liegen links und rechts vom Kanal und sind geprägt von wunderschönen Hartkorallenlandschaften. Hier trifft man oft auf Schulen von Babyhaien, die von einzelnen Muttertieren begleitet werden. Diese Tauchplätze sind nicht so spektakulär wie ein Tauchgang im Kanal, dafür sehr einfach zu betauchen und für Anfänger gut geeignet.

Der Tumakohua Pass bei Tetamanu im Süden von Fakarava ist wohl der weltweit beste Platz für die Beobachtung von Grauhaien. Bei starker Strömung stehen hier unzählige von grauen Riffhaien und warten nur, dass ihnen die Fische ins Maul schwimmen. Der ca. 35 m tiefe Kanal strotzt vor Fischreichtum. Unzählige Napoleons in allen Größen, Schwarzspitzenhaie, Schwärme an Makrelen, Süßlippen und anderen Riffbewohnern warten hier. Mit etwas Glück kreuzen Adlerrochen, Thunas und Schulen Barrakudas den Weg der Taucher. Hier fühlen sich auch Taucher mit weniger Erfahrung wohl.
© copyright by Peter Löseke
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Marquesas Island
Die 14 Inseln und zahlreichen kleinen Eilande sind die Gipfel einer aus der Tiefsee aufragenden Gebirgskette. Im Gegensatz zu anderen polynesischen Inseln fehlt das umgebende Saumriff völlig. Bei den felsigen Küsten, mit ihren zahlreichen Höhlen, Grotten und Steilwänden, findet man wegen dem Fehlen des Riffgürtels fast keine Korallen.

In Nuku Hiva hat man die Möglichkeit in den Wintermonaten von Dezember bis März mit Melonenkopf-Delfinen zu Schnorcheln. Mantas und Hammerhaie gibt es das ganze Jahr über, wobei man die Mantas besser beim Schnorcheln als beim Tauchen beobachten kann. Die Sichtweiten sind bei weitem nicht so gut wie im Tuamotu Archipel.

Das Tauchen auf den Marquesas ist nur sehr schlecht organisiert und man kann sich nicht wirklich darauf verlassen, dass die Tauchgänge durchgeführt werden.

Eine gute Möglichkeit die Tauchplätze der Marquesas kennen zu lernen bietet die Aqua Tiki II auf einer der wenigen Exkursionen zu den Marquesas-Inseln. Man muss aber darauf hinweisen, dass es sich bei diesem Trip um eine Kombination aus Tauchen und Inselbesuchen handelt, wobei der Schwerpunkt auf den Landgängen liegt. Die Marquesas sind vom Tauchen her gesehen nicht ganz so interessant wie die Tuamotus oder Gesellschafts-Inseln.
© copyright by Peter Löseke
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Austral-Inseln
Die Austral-Inseln bestehen aus 5 Inseln mit sanften Bergformen, zahllosen Grotten und unterirdischen Höhlensystemen, darunter die Insel Rurutu. Rurutu ist für seine Buckelwal-Begegnungen in der Zeit von Juli bis Oktober bekannt. Auf dem Weg in die Antarktis suchen die Buckelwale Ruhe für die Geburt und Pflege ihrer Babys vor der Insel. Es darf nur mit den Walen geschnorchelt werden. Die Tauchbasis, der Rai Manta Club, ist auch nur während der Walsaison geöffnet.
Gambierinseln
Obwohl geographisch zum Tuamotu-Archipel gehörig, zeigen die Gambierinseln ein völlig anderes Landschaftsbild. Im Gegensatz zu den flachen Atollen der anderen Tuamotus bestehen die Gambierinseln aus vulkanischen Gesteinen, die von einem Saumriff umgeben sind, aus dem sich zahlreiche flache Motus, kleine Inseln, erheben. Es gibt auf den Gambierinseln keine Tauchbasen.
UNSERE MEINUNG nach einer der weltweit besten Plätze für spektakuläre Großfischtauchgänge. Wer aber spektakuläre Korallenformationen und bunte Riffe erwartet, ist in diesem Gebiet am falschen Platz.
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